Warum Bio?

10 Gründe für Bio-Produkte

Quelle: www.oekolandbau.de / © BLE, Bonn / Foto: Thomas Stephan

Quelle: www.oekolandbau.de / © BLE, Bonn / Foto: Thomas Stephan

Schutz der natürlichen Ressourcen Boden, Wasser und Luft

Durch den Verzicht auf Pestizide und synthetische Düngemittel wird auf allen biologisch bewirtschafteten Flächen zur Verringerung der Belastung des Trinkwassers und der Fließgewässer, zum Schutz des Bodens und zur Reinhaltung der Luft beigetragen.

Bereicherung der Artenvielfalt und Schutz der Landschaft

Vielseitige Fruchtfolgen, geringe Saatstärken, mechanische und thermische Verfahren der Unkrautbekämpfung und ausgewogene Düngung führen zu einer großen Vielfalt an Kräutern und Kleinlebewesen auf biologisch bewirtschafteten Flächen. Die abwechslungsreichen Fruchtfolgen tragen zu einem vielfältigen Landschaftsbild bei. Außerdem engagieren sich viel Bauern freiwillig für den Schutz der Landschaft, indem sie Hecken oder Weiher anlegen und pflegen, Feuchtwiesen mähen oder breite Ackerraine belassen.

Gesunde Lebensmittel

Durch den langsameren Wuchs und die ausgewogene Nährstoffversorgung der Pflanzen mittels Bodenlebewesen wird eine optimale Qualität von biologischen Lebensmitteln erzielt. Sie zeichnen sich durch guten Geschmack, eine Vielzahl von wertgebenen Inhaltsstoffen und schonender Verarbeitung aus.

Ausschluß gentechnisch veränderter Lebensmittel

Der Einsatz von gentechnisch veränderten Saatgut oder gentechnisch hergestellten Hilfsstoffen bei der Lebensmittelverarbeitung ist im biologischen Landbau verboten. Unkontrollierbare Risiken gentechnischer Freisetzungen für Ökologie und menschliche Gesundheit sind damit ausgeschlossen.

Verminderung von Futtermittelimporten aus der 3. Welt

Im Ökologischem Betrieb werden die Tiere zum Großteil mit am Betrieb selbst erzeugten Futter ernährt. Zukauf von Futter aus anderen Biobetrieben ist begrenzt möglich. Importfuttermittel aus Dritt-Welt-Ländern (z.B. Tapioka oder Soja) sind konsequent ausgeschlossen.

Unterstützung einer artgerechten Tierhaltung

Biologisch wirschaftende Betriebe sind verpflichtet, ihre Tiere artgerecht zu halten. Wo immer möglich, wird den Tieren Auslauf im Freien gewährt. Eingestreute Liegeflächen stehen zur Verfügung. Für ausreichend natürliches Licht und gutes Stallklima wird gesorgt.

Transparenz der Herstellung

Das europäische Gesetz zur Kennzeichnung und Kontrolle biologisch erzeugter Lebensmittel schützt den Verbraucher vor falscher Kennzeichnung. Durch die Kontrollnummer auf den Produkten kann der Weg des Produktes zurück bis zur Ernte auf dem Bauernhof beziehungsweise in der Gärntnerei verfolgt werden.

Abkehr von der Massentierhaltung

Durch die Zulassung als biologisch wirtschaftender Betrieb sind die Biolandwirte verpflichtet, nur eine geringe Anzahl von Tieren pro Fläche zu halten und damit eine Überdüngung und Grundwasserschädigung oder Luftbelastung zu vermeiden. Der anfallende tierische Dung wird sorgfältig gepflegt und ist ein kostbarer Wertstoff im betrieblichen Nährstoffkreislauf.

Preiswerte Lebensmittel - Agrarpolitik von unten

Dauerhafte Erträge mit geringstmöglichen Einsatz an nicht erneuerbaren Ressourcen und Optimierung der Lebensleistung von Tieren stehen im Mittelpunkt der Bemühungen der Ökobauern. Der Verzicht auf Höchstmengen und die Mehrarbeit erfordern jedoch eine angemessene Entlohnung. Über Ihre Kaufentscheidung für Bioprodukte unterstützen sie ein System, das keine Umweltfolgekosten verursacht und Kosten der Agrarpolitik wie Exporterstattung oder Überschußverwaltung unnötig macht. Biohaushalte geben trotz höherer Preise nach einer Studie der Universität Hohenheim sogar weniger Geld für Nahrung und Genußmittel aus als konventionelle Haushalte.

Ausreichend Nahrung für alle

Die Erträge liegen im ökologischen Landbau bei Grundnahrungsmitteln um ca. 20 bis 40% unter dem heute erzielten Ertragsniveau. In Bayern lag der Selbstversorgungsgrad 1995 bei Rindfleisch bei 219%, Milch bei 190%, Zucker 174%, Getreide 110%, Kartoffeln 100%. Bei Verzicht auf Flächenstillegung und nachhaltiger Nutzng von Grenzertragsstandorten sowie Umschichtungen der Produktion kann die Selbstersorgung bei ökologischem Landbau sichergestellt werden. Erforderlich ist u.a. ein geringer Schweinefleisch-, Geflügel- und Eierkonsum in den westlichen Industrieländern. Rein rechnerisch würdn allein die 50 Mio t Futtermittel, die die EU jährlich importiert, ausreichen, um 600 Mio Hungerende eine ausreichende Zusatzernährung zukommen zu lassen.